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Ute Meta Bauer
ist Kunstvermittlerin, Gastprofessorin und Leiterin am Institut für Gegenwartskunst / Akademie der Bildenden Künste Wien. Ute Meta Bauer arbeitete mit anderen Künstlerinnen in der Gruppe "Stille Helden".

Von 1990-94 war sie Leiterin des Künstlerhauses Stuttgart, wo sie eines der ersten Symposien veranstaltete: New Spirit in Curating, dokumentiert in der Kunstzeitschrift META; Informationdienst während der Dokumenta 9, der ein Archiv zeigte mit Material von relevanten Künstlerinnen, die nicht auf der Dokumenta zu sehen waren; Kuratorin einer Sektion von "NowHere" in Lousiana, Dänemark, um nur eines ihrer kuratorischen Projekte zu nennen.

Auf dem Symposion erinnerte sie in einem Streifzug durch die Literatur an einige Klassiker der Frauenbewegung.

Laura Cottingham Doris Hayden
Laura Cottingham,
How many ‘bad’ feminists does it take to change a lightbulb?, Sixty Percent Solution, New York 1994. (Zeitschrift)

Diese Publikation der Kunstkritikerin und Autorin Laura Cottingham beschäftigt sich kritisch mit einer us-amerikanischen Ausstellungspolitik in den 90er Jahren, die zwar Kunstproduzentinnen ausstellt, hierbei jedoch nach wie vor auf subtile Weise ethnische, ebenso wie klassenspezifische Differenzen und Geschlechterkategorien transportiert.

Dolores Hayden,
The Grand Domestic Revolution, The MIT Press, Cambridge, Massachusetts, London 1981.

‘The Grand Domestic Revolution’ von Dolores Hayden, Professorin für Architektur und Urbanistik, ist eine historische Untersuchung us-amerikanischer, architektonischer und stadtplanerischer Entwürfe seit dem 18. Jahrhundert, die unter feministischen Vorzeichen grundlegende Alternativen, wie z.B. öffentliche Küchen, zum herkömmlichen Wohnungs- und Städtebau entwickelt hatten. Die aktuelle Brisanz dieser Recherche besteht zweifelsohne darin, dass das Thema ‘Frauenemanzipatorischer Wohnungs- und Städtebau’ bis heute in westlichen Planungskonzepten nicht genügend berücksichtigt und umgesetzt wird.

 


Yvonne P. Doderer (Hg.):
Never give up - ein Reader zur Neuen Frauenbewegung, Kunstverein München 1999.

In diesem Reader, der von der Architektin und Planerin Yvonne P. Doderer als künstlerischer Beitrag für die Ausstellung "Dream City“ für den Münchner Kunstverein herausgegeben wurde, wird anhand von Interviews der Frage nachgegangen, welche Bedeutung und welchen Einfluss die Neue Frauenbewegung heute noch für eine subjektive, gesellschaftspolitische und künstlerische Praxis hat. Innerhalb eines weiteren Strangs wird die feministische Theorieproduktion seit den 70er Jahren anhand von deutschsprachigen Schlüsseltexten nachgezeichnet.

Texte von Luise F. Pusch, Karin Schrader-Klebert, Christina Thürmer-Rohr, Zora 1 + 2, Regine Gildemeister und Angelika Wetterer.
Interviews mit Barbara Gross, Anita Heiliger, Elfe Brandenburger und Petra Reussenzehn.


 

Ulrike Meinhof October
Peter Brückner,
Ulrike Marie Meinhof und die deutschen Verhältnisse, Verlag Wagenbach, Berlin 1989.

„Was Ulrike Meinhof umgebracht hat, waren die deutschen Verhältnisse: Der Extremismus derjenigen, die alles für ‘extremistisch’ erklärten, was eine Veränderung der Verhältnisse auch nur zur Debatte stellte.

Das wollen wir nicht vergessen. Es sind unsere Verhältnisse, die wir nicht vergessen wollen.“

(Aus der Grabrede Klaus Wagenbachs für Ulrike M. Meinhof, 15. Mai 1976)

October No.71
feminist issueS, Silvia Kolbowski and Mignon Nixon (Hg.), MIT Press, Cambridge Winter 1995; darin:
Ute Meta Bauer, Tine Geissler, Sandra Hastenteufel: Information Service, Seite 109 - 119 und Sabeth Buchmann: Information Service: Info-Work, Seite 103 - 108.

1992 wurde parallel zur ‘documenta 9’, anlässlich der geringen Präsenz spezifischer, aktuell relevanter Positionen von Künstlerinnen auf der ‘d9’ und andernorts, der ‘Informationsdienst’ von Ute Meta Bauer, Tine Geissler, Sandra Hastenteufel initiiert. Der ‘Informationsdienst’ bestand aus, zunächst drei, dann fünf Rollwagen mit Dossiers und Publikationen zu den Arbeiten zeitgenössischer Künstlerinnen, die wir anhand subjektiver Auswahlkriterien eingeladen hatten für dieses Projekt Materialien zur Verfügung zu stellen.

Der Beitrag "Information Service“ in October wurde von Silvia Kolbowski gestaltet.


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