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[ Ute Meta Bauer ]
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Ute Meta Bauer Von 1990-94 war sie Leiterin des Künstlerhauses Stuttgart, wo sie eines der ersten Symposien veranstaltete: New Spirit in Curating, dokumentiert in der Kunstzeitschrift META; Informationdienst während der Dokumenta 9, der ein Archiv zeigte mit Material von relevanten Künstlerinnen, die nicht auf der Dokumenta zu sehen waren; Kuratorin einer Sektion von "NowHere" in Lousiana, Dänemark, um nur eines ihrer kuratorischen Projekte zu nennen. Auf dem Symposion erinnerte sie in einem Streifzug durch die Literatur an einige Klassiker der Frauenbewegung. Diese Publikation der Kunstkritikerin und Autorin Laura Cottingham
beschäftigt sich kritisch mit einer us-amerikanischen Ausstellungspolitik
in den 90er Jahren, die zwar Kunstproduzentinnen ausstellt, hierbei
jedoch nach wie vor auf subtile Weise ethnische, ebenso wie klassenspezifische
Differenzen und Geschlechterkategorien transportiert. The Grand Domestic Revolution von Dolores Hayden, Professorin
für Architektur und Urbanistik, ist eine historische Untersuchung
us-amerikanischer, architektonischer und stadtplanerischer Entwürfe
seit dem 18. Jahrhundert, die unter feministischen Vorzeichen
grundlegende Alternativen, wie z.B. öffentliche Küchen, zum herkömmlichen
Wohnungs- und Städtebau entwickelt hatten. Die aktuelle Brisanz
dieser Recherche besteht zweifelsohne darin, dass das Thema Frauenemanzipatorischer
Wohnungs- und Städtebau bis heute in westlichen Planungskonzepten
nicht genügend berücksichtigt und umgesetzt wird.
Yvonne P. Doderer (Hg.): In diesem Reader, der von der Architektin und Planerin Yvonne
P. Doderer als künstlerischer Beitrag für die Ausstellung "Dream
City für den Münchner Kunstverein herausgegeben wurde, wird anhand
von Interviews der Frage nachgegangen, welche Bedeutung und welchen
Einfluss die Neue Frauenbewegung heute noch für eine subjektive,
gesellschaftspolitische und künstlerische Praxis hat. Innerhalb
eines weiteren Strangs wird die feministische Theorieproduktion
seit den 70er Jahren anhand von deutschsprachigen Schlüsseltexten
nachgezeichnet. Texte von Luise F. Pusch, Karin Schrader-Klebert, Christina Thürmer-Rohr,
Zora 1 + 2, Regine Gildemeister und Angelika Wetterer.
Was Ulrike Meinhof umgebracht hat, waren die deutschen Verhältnisse:
Der Extremismus derjenigen, die alles für extremistisch erklärten,
was eine Veränderung der Verhältnisse auch nur zur Debatte stellte. Das wollen wir nicht vergessen. Es sind unsere Verhältnisse, die
wir nicht vergessen wollen. (Aus der Grabrede Klaus Wagenbachs für Ulrike M. Meinhof, 15.
Mai 1976) 1992 wurde parallel zur documenta 9, anlässlich der geringen
Präsenz spezifischer, aktuell relevanter Positionen von Künstlerinnen
auf der d9 und andernorts, der Informationsdienst von Ute
Meta Bauer, Tine Geissler, Sandra Hastenteufel initiiert. Der
Informationsdienst bestand aus, zunächst drei, dann fünf Rollwagen
mit Dossiers und Publikationen zu den Arbeiten zeitgenössischer
Künstlerinnen, die wir anhand subjektiver Auswahlkriterien eingeladen
hatten für dieses Projekt Materialien zur Verfügung zu stellen. Der Beitrag "Information Service in October wurde von Silvia
Kolbowski gestaltet. |
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